Lage

Inmitten von bewaldeten Hügeln, Äckern und Wiesen und den charakteristischen Hopfengärten der Hallertau liegt im nördlichen Landkreis Freising auf einer Seehöhe von 480 m der Markt Nandlstadt.

Nur 20 km nach Süden - und man ist in der alten Bischofsstadt Freising. Zum internationalen Flughafen Franz-Joseph Strauß sind es 28 km. München liegt in der gleichen Richtung 50 km entfernt.  

In 35 km erreichen Sie Landshut (östliche Richtung), nur 15 km sind es bis zu der kleinen Stadt Moosburg. 

80 km nördlich liegt die alte Bischofsstadt Regensburg (über die A 93), und im Nordwesten erreichen Sie über die A 9 Ingolstadt. Wenn Sie beschaulichere Städtchen bevorzugen: Nach Mainburg sind es 15 km

Zahlen

Einwohnerzahl: 5.291 (Stand 30.06.2019)

Höhenlage: 480 m über dem Meeresspiegel

Gemeindegebiet: 3.431 ha
Länge der Gemeindestraßen: 67,145 km
davon ausgebaut: 65,308 km

Wappen

Wappenbeschreibung:

In rot auf einer runden silbernen Schüssel das bärtige Haupt des hl. Johannes des Täufers

Das Wappen ist seit der sogenannten Brandurkunde von 1374, an die es erstmals gehängt wurde, überliefert.
Die Umschrift lautet: S. (Sigillum) civium Nandolzstat. Der Heilige ist der Patron der Pfarrkirche. 

Die Gestaltung des Johanneshauptes und der Schüssel wurde in zahlreichen Marktsiegeln bis heute und im Schrifttum häufig wechselnd wiedergegeben.

(Auszug aus der Marktchronik)

Bereits 1534 wird allerdings der Hl. Martin als Kirchenpatron genannt, wie die Biographie von Pfarrer Philipp Leibig berichtet. Dieser Heilige ist bis heute der Schutzheilige der Nandlstädter Kirche.

Noch ein kleines geschichtliches Detail:

Anfang des 19. Jahrhunderts gefiel den Nandlstädtern ihr Wappen nicht mehr, weil sie in dem abgeschlagenen Haupt auf der Schüssel eine Anspielung auf die früheren Hinrichtungen im Ort  sahen. Sie ließen sich daher vom König auch ein neues Wappen, einen Kranz im weiß-blauen Feld, bestätigen. Das alte Wappen setzte sich aber bald wieder durch. 

Geschichte

Ein geschichtlicher Streifzug durch Nandlstadt

Hall-hart-aue, von dem wohl ursprünglich der Name Hallertau kommt, bezeichnete wahrscheinlich eine hügelige Wald- und Wiesenlandschaft. Und mitten in dieser sanften Hügellandschaft liegt der Markt Nandlstadt.

Und woher kommt der Ortsname? Zwei mögliche Deutungen gibt es: Einmal könnte Nandlstadt von einem Ortsgründer namens Nandolf herstammen. Es ist aber auch möglich, dass die Talmulde, in der Nandlstadt liegt, einst eine germanische Kultstätte war. In der keltischen Sprache bedeutet naomh "heilig". So könnte es durchaus auch sein, dass Nandlstadt, wie viele Orte in Bayern, keltischen Ursprung hat.

Die frühesten bekannten Siedlungsspuren im Gemeindebereich finden sich im Ortsteil Altfalterbach. Sie stammen aus der Bronzezeit (1800 - 500 v. Chr.). Aus dem Jahr 815 n. Chr. datiert der erste schriftliche Hinweis auf unseren Ort. Am 13. März dieses Jahres erwarb der Hofkapellan Wago von Zolling von seinem Neffen Toto eine Siedlung in der Gegend, wo der Nandolwespach in die Pfettrach mündet, um sie der Domkirche Freising zu übereignen. Vermutlich bezeichnete dieses Nandolwespach ursprünglich sowohl ein Gewässer als auch eine Siedlung. Schon kurze Zeit später, im Jahre 860, wurde in einer Tauschurkunde ein Hopfengarten in Gründl erwähnt. Auf diese lange Tradition im Anbau des grünen Goldes ist Nandlstadt zu Recht stolz, besonders, wenn man bedenkt, dass heute ein Viertel der Welthopfenernte in der Hallertau erzeugt wird.

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Nandlstadt heute

Nandlstadt ist eine attraktive Wohngemeinde und besitzt seit 1. Mai 1979 den Status eines Kleinzentrums. Durch die konsequente Ausweisung von Baugebieten seit der Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts und den stetigen Zuzug erhöhte sich die Bevölkerung ständig. Heute leben knapp 5.000 Bürger im Gemeindegebiet.

Der Ort hat einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Malerisch ist die Marktstraße, Nandlstadts gute Stube, mit behäbigen Bürgerhäusern aus dem Ende des 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts, mit der Pfarrkirche St. Martin und dem markanten neugotischen Rathaus mit seinem charakteristischen Türmchen. 

An wichtigen Infrastruktureinrichtungen können genannt werden: zwei Kindergärten, Grund- und Mittelschule, Hallenbad mit Sauna für die Wintersaison, Freibad im Sommer, Fußball- und Tennisplätze, Stockschützenbahnen, eine Bücherei und eine Volkshochschule. 46 Vereine ermöglichen Freizeitgestaltung der unterschiedlichsten Art in Gemeinschaft.

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Partnergemeinde Újszilvás

Den ersten offiziellen Kontakt zwischen der Gemeinde Újszilvás und Nandlstadt gabe es im Jahr 2005, als sich ein Bus voller Ungarn zu einem Besuch in Nandlstdt aufmachte.

Im Jahr 2007 gründeten die Nandlstädter in Bayern und die Újszilváser in Ungarn dann eine Gemeinde-Partnerschaft. Beim Ungarischen Abend im Rahmen des 50. Nandlstädter Hopfenfestes wurde ein Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Gemeinden unterzeichnet.

Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauerhafte Aufgabe!

So lautete das Motto des Vertrages. Gleichberechtigung, Toleranz, Ausgewogenheit, gegenseitige Achtung und Wertschätzung sollen die Grundsätze dieser Partnerschaft sein.

Vom 12. bis 14. Oktober 2007 wurde die Partnerschaft dann in Újszilvás nochmal besiegelt. Die gastfreundlichen Ungarn hatten die Hallertauer dazu eingeladen. DSC04128

Im August 2008 besuchte eine Abordnung der Nandlstädter erneut die Partnergemeinde und beim Weihnachtsmarkt im gleichen Jahr verkauften die Ungarn zum ersten Mal regionale Produkte aus ihrer Heimat.

Mittlerweile herrscht reger Austausch - besonders Kinder und Jugendliche haben schon mehrere Male eine Ferienwoche in Újszilvás verbracht - und auch ungarische Jugendliche waren schon öfter in Nandlstadt zu Besuch. 

Újszilvas ist eine Gemeinde mit ca. 3.500 Bürgern und liegt 780 km entfernt von Nandlstadt und ca. 70 km südöstlich von Budapest. Einige aufstrebende Betriebe sorgen für reges wirtschaftliches Leben. In der Nähe kann der bekannte Kincem-Park mit dem Attila-Hügel besucht werden. Außerdem gibt es ein Lippizaner-Gestüt. Der Bürgermeister heißt Csaba Petranyi.

www.ujszilvas.hu

Partnergemeinde Újszilvás

Den ersten offiziellen Kontakt zwischen der Gemeinde Újszilvás und Nandlstadt gabe es im Jahr 2005, als sich ein Bus voller Ungarn zu einem Besuch in Nandlstdt aufmachte.

Im Jahr 2007 gründeten die Nandlstädter in Bayern und die Újszilváser in Ungarn dann eine Gemeinde-Partnerschaft. Beim Ungarischen Abend im Rahmen des 50. Nandlstädter Hopfenfestes wurde ein Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Gemeinden unterzeichnet.

Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauerhafte Aufgabe!

So lautete das Motto des Vertrages. Gleichberechtigung, Toleranz, Ausgewogenheit, gegenseitige Achtung und Wertschätzung sollen die Grundsätze dieser Partnerschaft sein.

Vom 12. bis 14. Oktober 2007 wurde die Partnerschaft dann in Újszilvás nochmal besiegelt. Die gastfreundlichen Ungarn hatten die Hallertauer dazu eingeladen. DSC04128

Im August 2008 besuchte eine Abordnung der Nandlstädter erneut die Partnergemeinde und beim Weihnachtsmarkt im gleichen Jahr verkauften die Ungarn zum ersten Mal regionale Produkte aus ihrer Heimat.

Mittlerweile herrscht reger Austausch - besonders Kinder und Jugendliche haben schon mehrere Male eine Ferienwoche in Újszilvás verbracht - und auch ungarische Jugendliche waren schon öfter in Nandlstadt zu Besuch. 

Újszilvas ist eine Gemeinde mit ca. 3.500 Bürgern und liegt 780 km entfernt von Nandlstadt und ca. 70 km südöstlich von Budapest. Einige aufstrebende Betriebe sorgen für reges wirtschaftliches Leben. In der Nähe kann der bekannte Kincem-Park mit dem Attila-Hügel besucht werden. Außerdem gibt es ein Lippizaner-Gestüt. Der Bürgermeister heißt Csaba Petranyi.

www.ujszilvas.hu

Nandlstadt heute

Nandlstadt ist eine attraktive Wohngemeinde und besitzt seit 1. Mai 1979 den Status eines Kleinzentrums. Durch die konsequente Ausweisung von Baugebieten seit der Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts und den stetigen Zuzug erhöhte sich die Bevölkerung ständig. Heute leben knapp 5.000 Bürger im Gemeindegebiet.

Der Ort hat einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Malerisch ist die Marktstraße, Nandlstadts gute Stube, mit behäbigen Bürgerhäusern aus dem Ende des 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts, mit der Pfarrkirche St. Martin und dem markanten neugotischen Rathaus mit seinem charakteristischen Türmchen. 

An wichtigen Infrastruktureinrichtungen können genannt werden: zwei Kindergärten, Grund- und Mittelschule, Hallenbad mit Sauna für die Wintersaison, Freibad im Sommer, Fußball- und Tennisplätze, Stockschützenbahnen, eine Bücherei und eine Volkshochschule. 46 Vereine ermöglichen Freizeitgestaltung der unterschiedlichsten Art in Gemeinschaft.

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Geschichte

Ein geschichtlicher Streifzug durch Nandlstadt

Hall-hart-aue, von dem wohl ursprünglich der Name Hallertau kommt, bezeichnete wahrscheinlich eine hügelige Wald- und Wiesenlandschaft. Und mitten in dieser sanften Hügellandschaft liegt der Markt Nandlstadt.

Und woher kommt der Ortsname? Zwei mögliche Deutungen gibt es: Einmal könnte Nandlstadt von einem Ortsgründer namens Nandolf herstammen. Es ist aber auch möglich, dass die Talmulde, in der Nandlstadt liegt, einst eine germanische Kultstätte war. In der keltischen Sprache bedeutet naomh "heilig". So könnte es durchaus auch sein, dass Nandlstadt, wie viele Orte in Bayern, keltischen Ursprung hat.

Die frühesten bekannten Siedlungsspuren im Gemeindebereich finden sich im Ortsteil Altfalterbach. Sie stammen aus der Bronzezeit (1800 - 500 v. Chr.). Aus dem Jahr 815 n. Chr. datiert der erste schriftliche Hinweis auf unseren Ort. Am 13. März dieses Jahres erwarb der Hofkapellan Wago von Zolling von seinem Neffen Toto eine Siedlung in der Gegend, wo der Nandolwespach in die Pfettrach mündet, um sie der Domkirche Freising zu übereignen. Vermutlich bezeichnete dieses Nandolwespach ursprünglich sowohl ein Gewässer als auch eine Siedlung. Schon kurze Zeit später, im Jahre 860, wurde in einer Tauschurkunde ein Hopfengarten in Gründl erwähnt. Auf diese lange Tradition im Anbau des grünen Goldes ist Nandlstadt zu Recht stolz, besonders, wenn man bedenkt, dass heute ein Viertel der Welthopfenernte in der Hallertau erzeugt wird.

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Wappen

Wappenbeschreibung:

In rot auf einer runden silbernen Schüssel das bärtige Haupt des hl. Johannes des Täufers

Das Wappen ist seit der sogenannten Brandurkunde von 1374, an die es erstmals gehängt wurde, überliefert.
Die Umschrift lautet: S. (Sigillum) civium Nandolzstat. Der Heilige ist der Patron der Pfarrkirche. 

Die Gestaltung des Johanneshauptes und der Schüssel wurde in zahlreichen Marktsiegeln bis heute und im Schrifttum häufig wechselnd wiedergegeben.

(Auszug aus der Marktchronik)

Bereits 1534 wird allerdings der Hl. Martin als Kirchenpatron genannt, wie die Biographie von Pfarrer Philipp Leibig berichtet. Dieser Heilige ist bis heute der Schutzheilige der Nandlstädter Kirche.

Noch ein kleines geschichtliches Detail:

Anfang des 19. Jahrhunderts gefiel den Nandlstädtern ihr Wappen nicht mehr, weil sie in dem abgeschlagenen Haupt auf der Schüssel eine Anspielung auf die früheren Hinrichtungen im Ort  sahen. Sie ließen sich daher vom König auch ein neues Wappen, einen Kranz im weiß-blauen Feld, bestätigen. Das alte Wappen setzte sich aber bald wieder durch.